Ob Keynote oder Q&A-Runde – immer wieder die gleichen Issues: Wie kann ich meinen premium Content rüberbringen ohne dass jemand merkt, dass ich no Clue habe? No Rocket-Science: Ein Clip auf Youtube zeigt, wie es geht. (mehr …)
Jahr: 2016
-

Flowy Apps: #Datenschutz made in Schleswig-Holstein

Datenschutzsterben?
Fotograf Seleneos / photocase.deMit dem Datenschutz heute, ist es wahrscheinlich wie mit dem Waldsterben in den 70er Jahren. Es bleibt ein unbehagliches Gefühl, aber es gibt eben auch die große Gegenspielerin namens Bequemlichkeit, die im Zweifelsfall behaglicher ist.
Der Europapolitiker Jan Phillip Albrecht wird entsprechend in dem sehenswerten Film „Democracy – Im Rausch der Daten“ zitiert: „Wenn Daten das neue Öl sind, ist Datenschutz der neue Umweltschutz.“

Jan Philipp Albrecht © Indi Film – Dieter Stürmer In dem Film versuchen Lobbyisten einer Verschärfung der europäischen Datenschutzrichtlinien entgegenzuwirken. Das Kernargument: Datenschutz schadet der wirtschaftlichen Entwicklung und hemmt Innovationen.
Torben Haase (35) und Annika Schulz (29) sind da anderer Meinung. Das mehrfach ausgezeichnete Start-up Flowy Apps aus der starterkitchen.de in Kiel hat es sich zur Aufgabe gemacht, Nutzern von Cloud-Diensten die Kontrolle über ihre Daten zurückzugeben. „Jeder soll seine Daten schützen können, ohne auf die Vorteile der Cloud verzichten zu müssen – auch ohne Know-how und große finanzielle Ausgaben“, erklärt Torben Haase, der Flowy Apps gemeinsam mit seiner Schwester Annika Schulz gegründet hat.
Sie möchten Menschen dafür sensibilieren, dass der Baumbestand in dem Datenwald namens Internet gefährdet ist. Und seine Nutzer/innen gleich mit.

Luisa Genz, Annika Schulz, Torben Haase (v.l.) arbeiten mit Flowy Apps an der datensicheren Cloud „Das Internet war immer ein unabhängiger Ort fur den offenen Austausch von Gedanken. In den letzten zehn Jahren hat sich dieser jedoch immer mehr gewandelt. Das Internet ist heute die Cloud, die von einigen wenigen großen Playern dominiert wird. Dezentrale Strukturen weichen zentralisierten Blöcken, die immer mehr Informationen und damit Macht auf sich vereinen“, erzählt Annika Schulz.
Es sei ihr klares Ziel, eine dezentrale Cloud zu erschaffen,
in der Anwendungsnutzer und -anbieter auf Augenhöhe agieren und in der sich Daten und Informationen frei bewegen können. „Offene Gesellschaften brauchen offene Informationswege, deswegen braucht die Gesellschaft eine Cloud, in der die Nutzer und
nicht die Anwendungsanbieter die Kontrolle über die Daten haben“, ergänzt Torben Haase.
REDS.box mit Laptop. Einfacher und schöner Datenschutz soll es sein Mit ihrer REDS.box geben sie nun auch dem wenig technikaffinen Internetnutzer die passende Hardware für eine sichere private
Cloud an die Hand. Zur Bekanntmachung der REDS-Technologie und zur Finanzierung der ersten Kleinserie der REDS.box ist gerade eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter gestartet.Die REDS.box basiert auf dem von Flowy Apps entwickelten Datenspeicherungskonzept REDS.io („Remotely Encrypted Distributed Storage“). Das Open Source Framework ermöglicht es, die Daten von der eigentlichen Anwendung zu trennen, damit die User den Speicherort der Daten frei bestimmen können. Darüber hinaus nutzt REDS eine automatische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
Flowy Apps will offene Technologien etablieren, die App-Anbietern einen fairen Wettbewerb und Nutzern gleichzeitig den Schutz ihrer Daten ermöglichen. Es ist ihnen zu wünschen, den Wald namens Internet, wieder zu begrünen.
-

Ein spannender Blick hinter die Kulissen der Europäischen Union
Die Europäische Union gibt sich einen neuen rechtlichen Rahmen für den Datenschutz der nächsten Jahrzehnte. In einer Zeit, in der Daten als der Rohstoff der Zukunft gelten, werden hier natürlich auch die Claims abgesteckt. Starke wirtschaftliche Interessen aus aller Welt drängen auf die EU ein. Das Kommunale Kino in Kiel hat am vergangenen Freitag mit „Democracy – Im Rausch der Daten“ einen Dokumentarfilm gezeigt, der einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Verhandlungen gewehrt. (mehr …)
-

Fablab Kiel eröffnet: „Machen. Nicht labern!“

Eine FabLab-Torte zur Eröffnung Gründergeist und die Einstellung zum Selbermachen lobte Staatssekretär Dr. Frank Nägele in seiner Eröffnungsrede für das FabLab in Kiel am Freitag Nachmittag. Normalerweise seien Ideenschutz und Patente die Währung der Wirtschaft, in der neuen, offenen High-Tech-Werkstatt im Kieler Wissenschaftspark würde das Teilen gelebt: Ideen werden weitergegeben, damit alle davon lernen könnte. Das sei etwas Besonderes, hob Frank Nägele hervor. (mehr …)
-

50.000€ für ökologische und soziale Projekte

Foto: Markus Spiske – CC BY 2.0 Insgesamt bis zu 50.000 Euro stehen beim Yooweedoo-Ideenwettbewerb zur Verfügung. Gesucht werden Menschen, die die Welt verbessern wollen und dazu ökologisch und sozial nachhaltige Projekte, Organisationen oder Unternehmen gründen wollen. Ideen sind zu allen Aspekten nachhaltiger Entwicklung willkommen, zum Beispiel in den Themenfeldern Umwelt, Gesellschaft, Bildung, Kultur, Klimaschutz oder Ernährung. (mehr …)

