FabLab.SH eröffnet am 15. Januar

Was wird denn das? | Foto: Marc WathieuCC BY 2.0

Das FabLab.SH stellt in Kiel die erste offene Hightech-Werkstatt zur Verfügung, die von jedermann genutzt werden kann. Damit hast Du erstmals Zugang zu klassischen wie modernen Produktionsmitteln. Das Team lädt ein zur Eröffnung am 15. Januar 2016, 13:00 Uhr in der Frauenhoferstrasse 2-4 / Ecke Grippstrasse, 24118 Kiel. Zur Eröffnung kommt auch Staatssekretär Frank Nägele aus dem Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein für ein Grußwort.

Das erste Fabrication Laboratory (kurz: FabLab) wurde bereits 2002 am Massachusetts Institute for Technology gegründet. Das Ziel besteht darin, gleichermaßen Produktionswissen wie Produktionskapazitäten zur Verfügung zu stellen. Hierzu gehören neben klassischen Handwerkzeugen aus dem Bereich der Metall- und Holzbearbeitung auch High-Tech-Instrumente wie 3D-Drucker, Lasercutter, CNC-Fräsen, Mikrocontroller und CAD-Software.

FabLabs gibt es seit vierzehn Jahren und in mittlerweile 65 Ländern. Ab 15. Januar 2016 ist es auch in Kiel soweit!

Dabei stehen drei Ziele im Mittelpunkt:

  1. Grundlagen anbieten, Ideen entwickeln.
    Der offene Arbeitsraum soll zu einer Ideenschmiede werden – zu einem inspirierenden Raum für Designer, Ingenieure und jeden anderen Kreativen. Ein Ort, an dem man sich wohlfühlt und ideale Grundbedingungen für die eigene Gestaltungskraft vorfindet. Die Idee dahinter: Seinen Einfällen freien Lauf zu lassen und mit dem vielfältigen Maschinenpark nahezu jedes Werkstück herstellen zu können. Leichter war es für Jungunternehmer noch nie, erste Erfahrungen mit ihren Ideen zu sammeln!
  2. Kapazitäten bündeln, Synergien schaffen.
    Durch das Zusammenbringen verschiedener Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen entwickelt sich ein Ort für interdisziplinäres Handeln und Arbeiten. Dabei steht die Vermittlung von Wissen im Mittelpunkt: Der gezielte Austausch von Erfahrungen führt zu überraschenden Ideenund Denkweisen, die Problemen überwinden und neue Lösungen generieren. Dank fachübergreifender Arbeitsweise entstehen Konzepte, um Synergieeffekte zu provozieren und innovatives Handeln zu fördern.
    Dabei gilt: Das FabLab.SH steht jedem offen – um das eigene Wissen einzubringen, aber auch, um das eigene Wissen zu erweitern.
  3. Wirtschaft fördern, Region stärken.
    Schleswig-Holstein ist ein starkes Land – aber es könnte noch stärker sein. Das FabLab.SH versteht sich als Schnittstelle, um kreative Prozesse in der Region zu fördern und den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stützen. Neue Arten der Produktentwicklung, der unbürokratischen Kooperation und der fachübergreifenden Interdisziplinarität stehen zur Verfügung, um innovativen Ideen zur Serienreife und damit zum Durchbruch zu verhelfen. Da das Arbeiten mit digitaler Fertigung (Industrie 4.0) im FabLab.SH bereits jetzt selbstverständlich ist, wird den beteiligten Unternehmen ein deutlicher Vorsprung verschafft.
    Zum Konzept gehört, das klassische Handwerk mit neuen Technologien vertraut zu machen, regionale Entwicklung jenseits der Ballungszentren zu fördern, Anreize zu schaffen in Gebieten, in denen Wohn- und Lebenskosten noch finanzierbar sind sowie junge Menschen an fortschrittliche Industrietechnologie heranzuführen, um frühzeitig das Interesse an Naturwissenschaft und Technik zu wecken.

Derzeit steht das FabLab.SH in Kooperation mit dem opencampus.sh ein Raum mit 100 m2 zur Verfügung. Ein Großteil des nötigen Inventars ist bereits vorhanden, zur optimalen Ausstattung bedarf es jedoch weiterer Anschaffungen. Dafür sucht das FabLab.SH Kooperationspartner, die diese Vision teilen und unterstützen wollen.

Zum Ablauf:

13:00 Uhr Begrüßung und Eröffnung

13:15 Uhr Grußwort – Staatssekretär Dr. Frank Nägele

13:45 Uhr Pause mit kleinem Imbiss

14:30 Uhr Ausblick

15:00 Uhr Fragen und Antworte an das FabLab.sh Team

ab 15:30 Uhr  Schnaps, Bier und Zigaretten

Um Anmeldungen bittet das FabLab.SH bis zum 12. Januar an info@fablab.sh

1 Kommentar


  1. Gute Initiative, wünsche
    gutes Gelingen! Eine kritische Anmerkung: Schnaps und Zigaretten solltet Ihr weglassen, wer darauf nicht verzichten mag, kann sich ja anschließend in einer Raucherkneipe treffen…?

    Antworten

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