Das deutsch-tansanische Team von Kawaida’s Journey haben das zweite Level erreicht: Am 24. Januar 2016 haben die Softwareentwickler, Designer und Musiker dieser interkulturellen Spiele-App für Smartphones und Tablets mit ihrer Kickstarter Kampagne den Zielbetrag von 5.000 € geknackt.
Mit dem Ansatz der Cultural Games will das kreative Team, das zwischen Hamburg, der starterkitchen.de in Kiel , Dassel (Niedersachsen) und Dar Es Salaam (Tansania) pendelt, das Feld der Serious Games revolutionieren. Neue Wege in der interkulturellen Zusammenarbeit. „Unser Ziel ist es, auf innovativem Weg eine differenzierte Wahrnehmung Ostafrikas anzuregen und dabei die interkulturelle Verständigung zu fördern“, erläutert der Projektinitiator Kolja Bopp.
„Wir arbeiten Hand in Hand mit tansanischen und deutschen gemeinnützigen Vereinen und unterstützen lokale Projekte in Tansania, wie das Aufforstungsprojekt der „Tufahamiane“-Frauengruppe auf Sansibar oder das „Talent Search and Empowerment“ Jugendprojekt in Dar Es Salaam“.
In Workshops erhalten deutsche und tansanische Jugendgruppen die Möglichkeit, sich direkt am Spiel-Entwicklungsprozess zu beteiligen und gleichzeitig Einblicke in die Swahilikultur und praktische Kenntnisse über den Produktionsprozess von Spiele-Apps zu bekommen.
Das Spielkonzept ist entwickelt, die ersten Skizzen sind entworfen, grundlegende Spielmechaniken wurden implementiert. Nun kann die Hauptentwicklungsarbeit losgehen: Das nächste Ziel ist die Beta-Version.
Mit dem Datenschutz heute, ist es wahrscheinlich wie mit dem Waldsterben in den 70er Jahren. Es bleibt ein unbehagliches Gefühl, aber es gibt eben auch die große Gegenspielerin namens Bequemlichkeit, die im Zweifelsfall behaglicher ist.
Der Europapolitiker Jan Phillip Albrecht wird entsprechend in dem sehenswerten Film „Democracy – Im Rausch der Daten“ zitiert: „Wenn Daten das neue Öl sind, istDatenschutz der neue Umweltschutz.“
In dem Film versuchen Lobbyisten einer Verschärfung der europäischen Datenschutzrichtlinien entgegenzuwirken. Das Kernargument: Datenschutz schadet der wirtschaftlichen Entwicklung und hemmt Innovationen.
Torben Haase (35) und Annika Schulz (29) sind da anderer Meinung. Das mehrfach ausgezeichnete Start-up Flowy Apps aus der starterkitchen.de in Kiel hat es sich zur Aufgabe gemacht, Nutzern von Cloud-Diensten die Kontrolle über ihre Daten zurückzugeben. „Jeder soll seine Daten schützen können, ohne auf die Vorteile der Cloud verzichten zu müssen – auch ohne Know-how und große finanzielle Ausgaben“, erklärt Torben Haase, der Flowy Apps gemeinsam mit seiner Schwester Annika Schulz gegründet hat.
Sie möchten Menschen dafür sensibilieren, dass der Baumbestand in dem Datenwald namens Internet gefährdet ist. Und seine Nutzer/innen gleich mit.
Luisa Genz, Annika Schulz, Torben Haase (v.l.) arbeiten mit Flowy Apps an der datensicheren Cloud
„Das Internet war immer ein unabhängiger Ort fur den offenen Austausch von Gedanken. In den letzten zehn Jahren hat sich dieser jedoch immer mehr gewandelt. Das Internet ist heute die Cloud, die von einigen wenigen großen Playern dominiert wird. Dezentrale Strukturen weichen zentralisierten Blöcken, die immer mehr Informationen und damit Macht auf sich vereinen“, erzählt Annika Schulz.
Es sei ihr klares Ziel, eine dezentrale Cloud zu erschaffen,
in der Anwendungsnutzer und -anbieter auf Augenhöhe agieren und in der sich Daten und Informationen frei bewegen können. „Offene Gesellschaften brauchen offene Informationswege, deswegen braucht die Gesellschaft eine Cloud, in der die Nutzer und
nicht die Anwendungsanbieter die Kontrolle über die Daten haben“, ergänzt Torben Haase.
REDS.box mit Laptop. Einfacher und schöner Datenschutz soll es sein
Mit ihrer REDS.box geben sie nun auch dem wenig technikaffinen Internetnutzer die passende Hardware für eine sichere private
Cloud an die Hand. Zur Bekanntmachung der REDS-Technologie und zur Finanzierung der ersten Kleinserie der REDS.box ist gerade eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter gestartet.
Die REDS.box basiert auf dem von Flowy Apps entwickelten Datenspeicherungskonzept REDS.io („Remotely Encrypted Distributed Storage“). Das Open Source Framework ermöglicht es, die Daten von der eigentlichen Anwendung zu trennen, damit die User den Speicherort der Daten frei bestimmen können. Darüber hinaus nutzt REDS eine automatische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
Flowy Apps will offene Technologien etablieren, die App-Anbietern einen fairen Wettbewerb und Nutzern gleichzeitig den Schutz ihrer Daten ermöglichen. Es ist ihnen zu wünschen, den Wald namens Internet, wieder zu begrünen.
Die Europäische Union gibt sich einen neuen rechtlichen Rahmen für den Datenschutz der nächsten Jahrzehnte. In einer Zeit, in der Daten als der Rohstoff der Zukunft gelten, werden hier natürlich auch die Claims abgesteckt. Starke wirtschaftliche Interessen aus aller Welt drängen auf die EU ein. Das Kommunale Kino in Kiel hat am vergangenen Freitag mit „Democracy – Im Rausch der Daten“ einen Dokumentarfilm gezeigt, der einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Verhandlungen gewehrt. (mehr …)
„Shopping per Messenger“ hat sich das Kieler Start-Up chatShopper auf die Fahnen geschrieben. Im Interview bei kassenzone.de spricht der eCommerce-Experte Alexander Graf mit chatShopper-Gründerin Antonia Ermacora darüber wie man ein neues Autoradio für eine alte E-Klasse per WhatsApp kauft, was chatShopper daran verdient und warum das Team überlegt nach Berlin zu gehen. (mehr …)